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Wie viel Zucker steckt in glutenfreien Produkten?

Aktualisiert: 30. Juni 2023

Feststeht, dass Zöliakie-Betroffene sich strikt glutenfrei ernähren müssen. Daran führt kein Weg vorbei. Auch kleine Ausnahmen sollten vermieden werden, auch wenn die Versuchung oft noch so groß ist. Ich möchte mit diesem Blog-Eintrag einmal auf die Frage eingehen, ob glutenfreie Produkte automatisch gesünder sind. Denn ich weiß, wie verlockend die Glutenfrei-Regale im Supermarkt sind und die Suche nach Produktneuheiten wie eine kleine Schnitzeljagd enden kann.


Was steckt hinter diesen glutenfreien Inhaltsstoffen?


Zucker in glutenfreien Produkten

Lass uns mit einem kleinen Rätsel starten. Einzige Bedingung: Du darfst nicht googlen.


Weißt du, was hinter folgenden Inhaltsstoffen steckt?

  • Dinatriumdiphosphat (E 450)

  • Natriumhydrogencarbonat (E 500)

  • Ammoniumhydrogencarbonat (E 503)

  • Emulgator: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (E 471)

  • Dextrose

  • Glucosesirup

  • Xanthan

Ich gratuliere dir, wenn du weißt, was hinter diesen Zutaten steckt und du weißt, was du ggfs. isst. Falls nicht, möchte ich für dich Licht ins Dunkle bringen:

  • Dinatriumdiphosphat: Es handelt sich um ein Phosphatsalz, das als Säureregulator und Backtriebmittel verwendet wird. Es kann den pH-Wert im Teig stabilisieren und für eine bessere Textur und Lockerheit des Gebäcks sorgen.

  • Natriumhydrogencarbonat: Auch bekannt als Natron oder Backsoda, ist Natriumhydrogencarbonat ein bekanntes Backtriebmittel. Es reagiert mit Säurekomponenten im Teig, wie zum Beispiel Zitronensäure oder Joghurt, und setzt dabei Kohlendioxid frei, was für die Auflockerung und das Aufgehen des Gebäcks sorgt.

  • Ammoniumhydrogencarbonat: Dieses Backtriebmittel wird auch als Hirschhornsalz bezeichnet. Es hat ähnliche Eigenschaften wie Natriumhydrogencarbonat und wird oft in speziellen Backwaren wie Lebkuchen oder Spritzgebäck verwendet. Beim Backprozess wird Ammoniumhydrogencarbonat zersetzt und setzt Ammoniak und Kohlendioxid frei, was zu einer Lockerung des Gebäcks führt.

  • Emulgator: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren: Diese Verbindung von Fettsäuren wird als Emulgator verwendet, um eine stabile Mischung von fett- und wasserbasierten Zutaten in Lebensmitteln zu erreichen. In Backwaren können sie helfen, den Teig zu stabilisieren, die Textur zu verbessern und eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten.

  • Dextrose: Dextrose ist eine Form von Einfachzucker und somit eine Zuckerart.

  • Glucosesirup: Glucosesirup besteht hauptsächlich aus Glucose, einem Zucker.

  • Xanthan: Xanthan ist ein natürliches Verdickungs- und Stabilisierungsmittel, das in der Lebensmittelindustrie häufig verwendet wird. Es wird durch Fermentation von Bakterien hergestellt und hat die Eigenschaft, Flüssigkeiten zu einer gelartigen Konsistenz zu binden. Xanthan wird oft in glutenfreien Produkten eingesetzt, um die Textur und Konsistenz zu verbessern.

Inhaltsstoffe eines glutenfreien Fertigproduktes

Ich habe ein glutenfreies süßes Fertigprodukt ausgesucht und möchte betonen, dass ich diese Recherche-Arbeit genauso gut anhand eines glutenhaltigen Produktes hätte durchführen können. Allerdings hatte ich dieses Produkt auch schon des Öfteren in der Hand und habe mich bisher immer dagegen entschieden, es zu essen, da ich mich mit der Zutatenliste auseinandergesetzt habe:


Zutaten: Laktosefreie VOLLMILCH 31%, Zucker, Palmfett, laktosefreies MAGERMILCHPULVER 7%, Reismehl, Maisstärke, Dextrose, VOLLEIPULVER, Sonnenblumenöl, Glucosesirup, Magerkakaopulver, Wasser, Reisstärke, Maismehl, Backtriebmittel: Dinatriumdiphosphat, Natriumhydrogencarbonat, Ammoniumhydrogencarbonat; Emulgator: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren; natürliche Aromen, Salz, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl, Xanthan.


Wo steckt überall Zucker in dem glutenfreien Produkt dahinter?


Zucker in glutenfreien Fertigprodukten

Unter den aufgeführten Zutaten sind die folgenden als Zucker zu betrachten:

  • Zucker: Diese Zutat wird explizit als "Zucker" aufgeführt.

  • Dextrose: Dextrose ist eine Form von Einfachzucker und somit eine Zuckerart.

  • Glucosesirup: Glucosesirup besteht hauptsächlich aus Glucose, einem Zucker.

  • Magerkakaopulver: Obwohl Kakao an sich keinen Zucker enthält, kann Magerkakaopulver in der Regel geringe Mengen an natürlich vorkommendem Zucker enthalten.

Wieso bin ich so kritisch dem weißen süßen Stoff Zucker gegenüber? Jetzt ermutige ich dich zu googlen. Folgende Überschriften werden angezeigt, wenn du im Internet nach den gesundheitlichen Auswirkungen von "Zucker" suchst:


Folgen von Zucker in glutenfreien Produkten

Warum Zucker ungesund ist und gesunde Zuckeralternativen

Zucker, insbesondere raffinierter Industriezucker, wird immer mehr zu einem großen Problem in unserer modernen Ernährung. Die Auswirkungen des übermäßigen Zuckerkonsums auf unsere Gesundheit sind vielfältig und weitreichend. Zucker liefert leere Kalorien und enthält keine wertvollen Nährstoffe, sondern belastet unseren Körper stattdessen mit einem erhöhten Risiko für verschiedene gesundheitliche Probleme.


Der übermäßige Verzehr von Zucker kann zu Übergewicht, Fettleibigkeit, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Karies, Entzündungen und einer gestörten Insulinreaktion führen. Darüber hinaus kann Zucker das Immunsystem schwächen und das Risiko für chronische Erkrankungen wie Krebs und neurodegenerative Störungen erhöhen.


Um den schädlichen Auswirkungen von Zucker entgegenzuwirken, ist es ratsam, gesunde Zuckeralternativen zu verwenden. Es gibt verschiedene natürliche Süßungsmittel, die nicht nur süßen Geschmack bieten, sondern auch nährstoffreicher sind und einen geringeren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben.


Gesunde Zuckeralternativen umfassen beispielsweise Datteln, Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Honig und Stevia. Diese Alternativen enthalten noch wertvolle Nährstoffe und bieten oft auch einen niedrigeren glykämischen Index, der den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen lässt.


Wichtig ist jedoch zu beachten, dass auch diese gesunden Zuckeralternativen in Maßen genossen werden sollten. Obwohl sie natürlicher und nährstoffreicher sind als raffinierter Zucker, liefern sie immer noch Energie und können bei übermäßigem Konsum zu einem Kalorienüberschuss führen. Die Devise lautet also: Genieße sie in angemessenen Mengen, um die Vorteile zu nutzen, ohne den Körper mit zu viel Zucker zu belasten.


Eine bewusste und ausgewogene Ernährung, die auf den Konsum von raffiniertem Zucker verzichtet und stattdessen auf gesunde Zuckeralternativen setzt, kann einen großen Beitrag zu unserer langfristigen Gesundheit leisten. Es lohnt sich, unseren Zuckerkonsum zu reduzieren und auf natürliche Süßungsmittel zurückzugreifen, um einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden zu erzielen.



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